Schon vor über 2000 Jahren, indischen Berichten zufolge bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. waren Rohdiamanten ein bedeutendes Wirtschaftsgut.
Die wundersame Wirkung der Steine, die gegen Ungemach und Feinde schützen sollten, sowie Macht, Kraft und Gesundheit verliehen, wurden hoch gelobt.
Die äußerst seltenen schönen klaren Kristalle waren allein den indischen Herrschern vorbehalten. Die weißen Oktaeder widmete man dem Gott Indra, die schwarzen Diamanten dem Totengott Yama.
Mit den ersten aus Indien importierten Diamanten, kamen auch die Mythen über die wundersame metaphysische Kraft der Diamanten in das antike Europa
Nur so ist zu erklären, dass auch die Römer die seltenen, unbezwingbaren Diamanten zum »Wertvollsten unter allen irdischen Dingen« erhoben, wie Plinius d.Ä. 78 v. Chr. Schrieb.
Der Diamant galt seit jeher als wertvollstes Kleinod, weil er dem Träger als Talisman Gesundheit, Tatkraft, Mut und Macht verleihen konnten. Darüber hinaus war er bei den Römern auch wegen seiner Härte z.B. für Gravierarbeiten geschätzt.
Die optische Schönheit spielte vorerst keine Rolle, sie wurde erst viel später mit der Möglichkeit, die Steine schleifen zu können ins Spiel gebracht. Heute wie Früher wird dem Stein, der vor mehr als 2 Milliarden Jahren entstand, den Vulkane vor vielen Millionen Jahren aus 200 km Tiefe ans Licht brachten, die Sonderstellung als König der Edelsteine zugebilligt.
Mit Diamant verbinden sich bei vielen Menschen nach wie vor Erwartungen und Vorstellungen.
Er ist Sinnbild für Schönheit, Seltenheit, Beständigkeit und Kostbarkeit.
Legendenumwoben ist der geheimnisvolle Diamant ein Symbol für Mut, Kraft, Liebe und Treue geblieben.
Nicht allein äußerlicher Glanz ist es, der Diamanten so begehrenswert macht, es war und ist auch der geheimnisvolle Mythos.
Eine gezielte Bearbeitung durch Schleifen setzte aber erst im 14. Jahrhundert ein, als man entdeckte, dass man durch die Bearbeitung den optischen Effekt verbessern konnte.
Schliff bzw. polierte man zu Beginn einfach die natürlich vorhandenen Flächen glatt, so wurde im Jahr 1910 aus dem so genannten Altschliff des vorhergehenden Jahrhunderts der für Diamanten besonders charakteristische, und die mit Abstand beliebteste Schliffform, der moderne Brillantschliff entwickelt.

Der moderne Brillantschliff ermöglicht den höchsten Grad der Lichtreflexion und gibt dem Stein sein unwiderstehliches „Feuer“.
Die Merkmale des modernen Brillantschliffs sind: Eine kreisrunde Rundiste, mindestens 32 Facetten plus Tafel im Oberteil sowie mindestens 24 Facetten plus gegebenenfalls eine Kalette im Unterteil.
Erst vor kurzem wurde (aber nicht offiziell bestätigt) vom Fund des größten jemals gefundenen Diamant berichtet. Mit rund 1,5 kg wäre er doppelt so schwer wie der bisher gößte Diamant der Cullinan Diamant der über 3100 Karat wog, und den der Gouverneur Südafrikas, General Louis Botha, dem englischen König Edward VII anlässlich dessen 66. Geburtstags schenkte.
Der Cullinan wurde später in Amsterdam in 105 Stücke gespalten, wobei die neun größten Stücke Teil der britischen Kronjuwelen wurden und in Zepter, Kronen, und diversen Schmuckstücken gefasst wurden.
Aber egal wie groß oder klein, Diamanten haben und werden die Menschen immer faszinieren.